Kraftvoll virtuose Klaviermusik

Musikfest Nachtstücke, vorletzter Teil: Valery Afanassiev lud im Zangberger Ahnensaal zum Klavierkonzert.

Gleich bei den ersten wuchtigen Akkorden des "Grave" im Kopfsatz von Beethovens "Grande Sonate Pathetique" ließ sich erahnen, dass eine Interpretation in Richtung forte denn piano bevorstand. Diese Tendenz setzte sich auch im Mittelsatz fort, dem berühmten "Andante cantabile", wobei sich aufgrund des energischen Anschlags die Innigkeit dieser inspirierten Kantilene nicht voll entfalten konnte. Ähnlich verhielt es sich mit dem in seiner Natur verträumten "Adagio sostenuto" aus der "Sonata quasi una Fantasia", auch "Mondscheinsonate" ganannt. Die technische Brillanz des Allegretto und Presto brachte dem Pianisten dennoch stürmischen Beifall ein . Den zweiten Konzertteil widmete Valery Afanassiev fünf ausgewählten Polonaisen von Frederic Chopin, darunter die heroische As-Dur op.53 und die populäre A-Dur op.40, eine Art zweite polnische Nationalhymne. Die Festlichkeit dieser Kompositionen kam dem kraftvoll virtuosen Klavierspiel des Pianisten entgegen. Dass er es auch anders kann, bewies er in der als Zugabe zart intonierten Masurka von Frederic Chopin

<< zum nächsten Artikel zur Übersicht

Presse