Geboren 1970 im Banat in Arad/Rumänien, emigriert Hugo Siegmeths Familie 1976 nach Deutschland. Noch während des Studiums Jazz-Saxofon am Richard-Strauß-Konservatorium München und Komposition bei Stefan Zorzor erhielt Hugo Siegmeth 1998 den Bayerischen Jazzförderpreis sowie 2001 den vom Bayerischen Rundfunk verliehenen New Generation Award.

Als Solist profiliert sich der Saxofonist aufgrund seiner persönlichen, charakteristischen Farbgebung im Spannungsfeld von Jazz, Klassischer Musik und Weltmusik zu einem der eigenständigsten Vertreter am Saxophon und wurde 2015 mit dem Förderpreis Musik der Stadt München ausgezeichnet.

Seine Konzerttätigkeit als Solist, Komponist und künstlerischer Leiter mit verschiedenen Jazz- und Klassik-Ensembles mit zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen führt auf internationale Festivals und Bühnen nach Montreux (Jazz Festival), New York (Lincoln Center), Singapur (New Arts Festival), Bremen (Phil Intensiv), auf Tourneen durch Amerika, Australien, Europa sowie im Auftrag des Goethe-Instituts durch Zentralasien und in den Sudan. Dabei ist er mit dem Hugo Siegmeth Ensemble, dem Duo FLOW mit Axel Wolf sowie auch mit Clark Terry, Michael Wollny, dem Ensemble Sarband, den Bremer Philharmonikern und bei Produktionen der Bayerischen Staatsoper und des Staatstheater am Gärtnerplatz zu hören.

Einladungen als Dozent bei Meisterkursen und Workshops führten nach Bayreuth, Tunis, Astana, Ulan Bator und an die Hochschulen Regensburg sowie München. Seit 2006 arbeitet Siegmeth regelmäßige als Komponist und Produzent an Filmmusiken z. B. für "Sag mir, wo die Schönen sind..." (Berlinale 2008) oder "Geheimnisse Asiens" (Arte 2013). Seit 2014 leitet Siegmeth die Lehrer Big Band Bayern mit reger Konzerttätigkeit an Schulen und im interkulturellen Austausch.

Spiesser

Hugo Sigmeth (rechts), Saxophon